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Was habt' Ihr an alten Konsolen / Homecomputer zu Hause?

BenutzerBeitrag

19:46
6. Februar 2009


Sebastian

Hannover

Admin

Beiträge 33

Beitrag 10:40 – 29. July 2009 bearbeitet von Sebastian
Beitrag 16:22 – 13. July 2011 bearbeitet von Sebastian


Ein Thread, in dem Ihr zeigen könnt, was Ihr habt…

Ich mach mal den Anfang und lege mit meiner Liste los:

Homecomputer:

  • Sinclair ZX 81
  • 4 x Commodore 64 II, 3 x Commodore 1451 II, Quickshot 2 und 3, Actionreplay IV, Finalcartridge III
  • Commodore 16
  • 2 x Commodore Amiga 500 (2,3 MB RAM, Kickstart 2.04), Competition Pro
  • Atari STF 1040 (2 MB Ram), Monitor ST 124 s/w
  • 2 x Commodore A2000 refurbished mit Otakon 2008, A2091, 8088 Brückenkarte (leider defekt)
  • Ein Umzugskarton mit Joysticks
  • Ein Umzugskarton mit Originalspielen für CeVi und Amiga
  • IBM P/S2 Model 80 mit Monitor 8515

Konsolen:

  • PONG (Sanwa Color Video Game)
  • Nintendo Entertainment System (NES)
  • Super Nintendo Entertainment System (SNES)
  • Gameboy Classic
  • Nintendo 64
  • Gameboy Micro
  • Gamcube
  • Sega Master System I, Arcade Stick
  • Sega Master System II
  • Sega Game Gear
  • 2 x Sega Mega Drive I
  • Sega Saturn
  • Sega Dreamcast
  • Atari 2600 "Darth Vader" mit 32 in 1
  • Atari Lynx 1, Atari Lynx 2 (leider Defekt)
  • 3 x Playstation 1 (PSX SCPH 1003)
  • PS One (leider defekt)
  • 1 x Playstation 2 (V9), 1 x Playstation 2 (V4), Netzwerkadapter, Festplatte

Und die Sammlung wächst, bald brauche ich ein zweites Arbeitszimmer Laugh (das meiste ist in den Keller gewandert)

12:31
8. Juni 2009


IRATA

Member

Beiträge 9

Hallo

Ist zwar schon etwas länger her, aber nun will ich auch mal meine Liste einstellen.

Als Computer:

1. ATARI 130XE 64kB + 4x256kB Ramdisk + 1+8Bit Parallelport + 1x24Bit an Textylsockel (EPROM-Brenner) + Floppy1050 mit Speedy

2. ATARI 520ST + SF314 + SF354

3. ATARI MegaST + MegaFile30

4. ATARI STacy (Laptop)

5. ATARI 1040 ST/E TOS 2.06

6. ATARI 1040ST mit IDE-Interface

7. ATARI TT030 4MB ST-Ram + 16MB TT-Ram + 4,2GB SCSI-HDD mit 19″ Eizo FlexScan6500

8. ATARI PortFolio (Handheld) + Parallel-Interface + Seriell-Interface

9. Amiga500 – obwohl eher in die Rubrik Konsole gehörend – aber mit Tastatur

Konsolen:

1. ATARI 2600

2. ATARI 7800

3. ATARI 7800 FlashBack

4. ATARI Jaguar 64Bit-Konsole

5. ATARI LYNX 3 Stück 1 x LYNX 1 + 1 x LYNX 2 + 1 x LYNX 2 Marlboro Edition (rotes Gehäuse)

6. Nintendo NES

7. SEGA Dreamcast

8. Playstation 1

9. Playstation 2 (Slim) + Memento Card

10. X-Box – Umbau zum MediaCenter mit XBMC


Das sollte es gewesen sein, zumindest an meinen einsatzbereiten "Systemen"


MfG

Lege dich nie mit einem Idioten an. Zuerst zieht er dich auf sein Niveau herunter und dann schlägt er dich mit all seiner Erfahrung.

13:43
8. Juni 2009


Sebastian

Hannover

Admin

Beiträge 33

Wow, eine nette Sammlung, auch wenn es für mich als Amiganer etwas Atari-Lastig ist Laugh

Hast Du vielleicht auch ein paar Fotos von der Sammlung?

23:16
8. Juni 2009


IRATA

Member

Beiträge 9

Hallo

Fotos hab ich nicht, wozu auch, sehe es ja live, wenn mir danach ist.

Kann aber mal am Wochenende ein paar Sachen als Bild verewigen und werde dann mal gucken, wie ich die hier eingebunden oder hochgeladen bekommen.


ATARI-Lastig… – was soll ich machen, wenn der Rest mich nicht überzeugte?

Nehmen wir z.B. den LYNX:

Handheld – Farbdisplay mit mehreren Bildebenen – Stereo-Sound – ComLynx (Vernetzung bis 8 Geräte) – 180° Bildswitch, damit Linkshänder identische Chancen haben. – als Vergleich gab es den Gameboy in Schwarz/Weiß und den Sega GameGear. Beim Sega war zwar das TV-Modul recht niedlich, aber der Rest konnte dem LYNX nicht annähernd das Wasser reichen.


oder z.B. den ATAR 130XE

 - dort mußte ich keine endlosen Basicbefehle eintippen, um irgendwelche Geräte anzusprechen. Der besaß genug "Eigenintelligent", um angeschlossene Geräte schon nach dem Einschalten zu erkennen und zu nutzen – auch Basic war schon integriert. Als Gegenspieler gab es den Spektrum, aber eher was für Programmierfreaks und den C64/C128. Beim C128 kam zu den oben erwähnten Punkten noch die inkompatibilität der zusätzlichen 64kB. Beim 130 waren die halt da und wurden erkannt und auch genutzt, ohne spezielle Programme dafür zu haben. Selbst nach dem Aufrüsten auf die ersten 256KB wurde vom Kopierprogramm brav 320kB angezeigt und auch genutzt. Auch hatte der ATARI schon ein DOS, weit vor Microsoft. Beim Einschalten wurde sofort ohne eigenes Zutun vom Floppy gestartet, sofern dieses vorhanden war. Hielt man eine der Optionstasten gedrückt, dann wurde stattdesen von der Datasette geladen.

Der Amiga war genial zum Zocken und zum Kopieren – der Nibbler las und schrieb fast alles. Wer mit dem Soundtracker Dinge wie AxelF machen wollte, der war auch mit dem AMIGA bestens beraten, wer allerdings ernsthafte Dinge mit dem Computer erledigen wollte, der war dann wieder mit dem ATARI besser beraten. Diskettenformat fast 100% PC-Kompatibel (DD + HD). Der 71Herz Monochrommonitor SM124 war für Textverarbeitung unschlagbar, kein Flimmern! DTP-Software wie Calamus oder PCB-Layout für Platinenerstellung, ich fand nichts vergleichbares. CAD-Software incl. Plotteransteuerung oder unter Calamus die Belichteransteuerung zum Erstellen von Druckvorlagen u.s.w.

Wer allerdings mal eine schönes Spielchen machen wollte, der war mit dem ATARI mehr oder wenig am Ar… – da gab es nicht wirklich viele Spiele, die diese Bezeichnung verdient haben. Wenn ich Farbe und Schwarz/Weiß zusammen betrachte, würde ich sagen, es gab vielleicht 10-15 Spiele, die auch was taugten und bei Farbe auch mal zeigten, was möglich war – da war auch der AMIGA um Längen besser.


STacy – Da gab es zu dieser Zeit nichts vergleichbares von anderen Herstellern. Ein 100% kompatibeler tragbarer ATARI ST, der auch mit Batterien funktionierte. Der Clou war ein zweiter Anschluß im Batteriefach. Dieser war 3polig und dafür gedacht, AKKUs einzubauen und diese auch im Netzbetrieb wieder aufzuladen. Allerdings gab es zu dieser Zeit noch keine AKKUs bzw. waren diese nicht erschwinglich.


ATARI Jaguar


Da gab es nichts vergleichbares, leider hat ATARI es versäumt, die Konsole mit entsprechenden Spielen zu versorgen, die dieser Konsole würdig gewesen wäre.

Eigentlich gab es nur 2 Spiele, die andeuteten, was da hätte gehen können.

1. Alien vs. Predator – genialer Sound – 3D-Grafik muß man einfach gesehen, besser noch gespielt haben. Im Gegensatz zu anderen Spielen konnte man sich hier nicht darauf verlassen, daß Gegner und Munition wieder dort waren, wo man auch beim letzten mal darauf gestoßen war. Immer wieder neu berechnete Szenarien, bis auf wichtige Optionen, um in andere Level und an neue Waffen zu kommen.

2. Cybermorph – war als Beigabe beim Kauf dabei und auf den ersten Blick etwas dürftig. Aber die echtzeit Morphingeffekte des Gleiters zeigten schon im Ansatz, was gehen könnte. 

Sony verstand es mit der PSX wesentlich besser den Markt zu erobern und dies auch noch mit einer veralteten 32Bit-Hardware.

Nintendo64 – nicht mein Fall, da war der DreamCast von Sega schon eher etwas für mich.


Aber Du hast doch auch ATARI ohne es vermutlich zu wissen. Der AMIGA500 war ursprünglich geplant als Konsole. Dies wollten ein paar Leute ins Leben rufen, die sich kurz zuvor von ATARI getrennt hatten. Dieses Projekt scheiterte allerdings und bei einem Aktienpreis von wenigen Cent wurden sie von Commodore aufgekauft und durften ihr Projekt umsetzen, allerdings mt Tastatur.

Umgekehrt war es mit den Entwicklern vom C64, diese gingen damals zu ATARI und entwickelten die ATARI ST-Serie. 


So, das soll es erst einmal gewesen sein.


MfG


IRATA


Lege dich nie mit einem Idioten an. Zuerst zieht er dich auf sein Niveau herunter und dann schlägt er dich mit all seiner Erfahrung.

23:11
9. Juni 2009


IRATA

Member

Beiträge 9

Beitrag 16:24 – 11. June 2009 bearbeitet von IRATA
Beitrag 18:22 – 11. June 2009 bearbeitet von IRATA


Hier dann mal meine Galerie…

Ich fange mal mit dem an, was schon als Bild existiert und hoffe, ich kann dies auch zu einem späteren Zeitpunkt komplettieren.

Die 2600er hab ich noch nicht gefunden, es geht mit der 7800er Konsole und diesen Klassikern los.

Dann eine Neuauflage im Mini-Format mit 20 Spielen drin:

.

Hier mal etwas, was nicht von ATARI ist und trotzdem gern gezockt wurde – das NES und die PS2 mit wichtigem Zubehör:

Auch an der PSX wurde viel Zeit mit dieser kleinen Auswahl an Spielen verzockt.

Nun aber wieder etwas von ATARI – der Jaguar – die erste 64Bit-Konsole und ein paar Spiele:

Die Konsole wurde etwas modifiziert, vorn ist ein Miniaturschalter zur 50/60Hz-Umschaltung und eben die Chinch-Buchsen rechts.

Hier nun noch die Bilder vom SEGA DreamCast und dem Zubehör

und nun noch von den ATARI LYNXen und einem Modul-Nachbau

Hier noch meine "Eigen-Kreationen" für den LYNX

LYNX-Modulschacht mit Adapterplatine auf einem Mega-Adapter für den Juniorprommer.

Der Mega-Adapter diente dazu, 32PIN-EPROMS im 28poligen Hauptsockel des EPROMMERs lesen und schreiben zu können. Da die Belegung der EPROMS und des PEPROMMERS bekannt waren, war es kein Problem, diesen Adapter zu realisieren. Mit ihm konnten die Originalspiele zur Archivierung ausgelesen werden.

Mit diesem Adapter war es dann möglich, normale EPROMS zu benutzen…

Dieser entstand aus einem defekten Marlboro-Modul und dem ausgelöteten Sockel des modifizierten Mega-Adapters.

Das Problem dabei war nicht die Realisierung, sondern das verwendete Basismaterial der Leiterplatten. Es hatte eine Stärke, welche nicht zu vernünftigen Preisen in geringen Mengen erhältlich war. Da bekam das defekte Marlbioro-Modul sogar einen Wert.

Der LYNX 1 und die 2600er Konsole sind mir noch nicht in die Finger gekommen. Da ich nur eigene Geräte als Fotos einstelle, wird es noch warten müssen.

Mit den Rechnern geht es dann in einem neuen Anlauf etwas später weiter.

Lege dich nie mit einem Idioten an. Zuerst zieht er dich auf sein Niveau herunter und dann schlägt er dich mit all seiner Erfahrung.

02:20
12. Juni 2009


IRATA

Member

Beiträge 9

Beitrag 09:44 – 12. June 2009 bearbeitet von IRATA


Hier nun die Reihe der Computer

Ich fang mal mit dem "Kleinen" an, dem ATARI 130XE

Da ich denke, daß die Modifikationen interessanter sind, als das äußere Erscheinungsbild, zeigen die Bilder auch dies.

Hier erst einmal das komplette (verbastelte) funktionstüchtige Innenleben

Hier etwas detailiert, wie die zusätzlichen 32bit realisiert wurden. Jeder dieser huckepack gesetzten Chips kann je 2 x 8 Bit, was pro Chip 16 Bit macht. Die ersten zusätzlichen 8 Bit wurden für einen echten Parallelport genutzt, da der ATARI, genau wie der C64, eher über eine serielle Schnittstelle für die Zusatzgeräte verfügt und ein richtiger Drucker nur über ein teures Interface angeschlossen werden konnte.

Die restlichen 24 Bit wurden für diesen integrierten EPROM-Brenner benutzt. Mit 2 der zusätzlichen ICs wurden die benötigten Signale erzeugt und die entsprechenden CS-Leitungen angesteuert. Der dritte IC war nötig, um die höher organisierten Speicherchips korrekt verwalten zu können.

Eine Datasette habe ich auch noch, aber noch nicht ausgepackt und ist auch nicht wirklich erwähnenswert, da die Ladegeschwindigkeit grauenhaft war. Da war der C64 im Vergleich eine Rakete. Dies begründet sich aus der Tatsache, daß der ATARI ursprünglich nicht für den Betrieb mit einer Datasette gedacht war und diese Option noch nachträglich und recht stiefmütterlich integriert wurde. Der Grund dafür war der hohe Preis der Floppylaufwerke und der Medien. Selbst später, als es Turbomodule aus dritter Hand gab, war der C64 noch etwas schneller.

Anders mit dem Floppy, bei dessen Benutzung man auf lästiges Eintippen von sinnlosem, falschem Englisch verzichten konnte. War es angeschlossen, "merkte" es der ATARI und war eine Diskette eingelegt, wurde auch darauf zugegriffen. Je nach Bootloader entweder bleich ein Programm oder Spiel gestartet, oder eben ein Auswahlmenü. Dies funktionierte tadellos dank eines vorhandenen DOS. Später stolperte ich über eine kuriose Feststellung. Als ich meine ersten Kontakte zu einem PC (386er) hatte und nicht so recht wußte, was dieser blinkende Cursor eigentlich von mir wollte, versuchte ich ein paar Befehle, wie sie im DOS meines ATARI üblich waren und siehe da, der tat was ich wollte. Der einzige Unterschied, die ATARI-DOS-Befehle waren generell nur 3 Buchstaben lang – im Vergleich z.B. Der Befehl zum Kopieren:

PC-DOS = copy – ATARI-DOS = cop / Umbenennen PC-DOS = rename oder ren – ATARI-DOS = ren usw.

Dieses Floppy war schon ohne nachgerüstete Speedy wahnsinnig schnell, aber mit der Speedy wurde dies noch um ein vielfaches gesteigert. Je nach Größe des Programms dauerte das Laden etwa 1 bis wenige Sekunden. Ich habe ein Demo, was ca. eine 1/4Stunde läuft und die Daten komprimiert auf einer Diskette liegen. Das Laden der Datei ist erhebllich schneller als das Entpacken. Das geniale an dieser Speedy ist die fast 100%ige Kompatibilität. Nutzt man das zusätzliche, eigene Format, steigt die Geschwindigkeit noch einmal etwas an, aber es laufen dann nicht mehr alle Sachen zuverlässig.

Obwohl ich sehr ATARI-Lasig bin, habe ich auch Produkte anderer Hersteller im Repertoire. Dieser Monitor kam allerdings hauptsächlich in der Küche als Videomonitor zum Eisatz und leistete einen sehr guten Job. Die Bilder vom AMIGA500 kommen später, sobald ich ihn mal ausgepackt habe.

Da wahrscheinlich jeder weiß, wie die Tastaturcomputer von ATARI und Commodore aussehen, beschränke ich mich hier auch wieder auf die Modifikationen. Ich fange mal mit dem alten 1040ST an. Dieser wurde mit 4MB aufgerüstet und bekam zusätzlich eine Platine, die eine IDE-Schnittstelle (ATARI selbst unterstützte ja nur den Einsatz von SCSI-Geräten), Steckplätze für das neuere und größere Betriebssystem hatte und einen CPU-Sockel für nachträgliche Erweiterungen. Leider war es bei dieser Modellreihe nicht ganz so einfach, den Speicher zu erweitern, aber was tut man nicht alles für 4 MB – und wenn der Deckel auch noch drauf paßt, siehts ja keiner.

Hier nun der fast gehäusegleiche Nachfolger, der 1040ST/E. Bei diesem war es problemlos möglich, den Speiche auf 4 MB aufzustocken, man mußte nur die SIMM-Module austauschen. Eine Revolution für ATARI, mit Standardbauteilen erweiterbar zu sein. Dies lag vermutlich daran, daß die Entwicklung einer eigenen, inkompatibelen Variante zu teuer geworden wäre…

Auch das Betriebssystem ließ sich problemlos (bis auf eine Boardrevision) austauschen, da schon die passenden 32pol. Sockel eingelötet waren. Es mußten nur zwei Widerstände umgelötet werden, damit die entsprechenden Leiteungen zu den größeren Chips richtig zugeordnet wurden. Der Clou an diesem ATARI war der Floppy-Controller. Im Gegensatz zum Amiga, wo mehrere Chips damit beschäftigt waren, Daten von der Diskette zu holen oder darauf abzulegen, tat dies im ATARI dieser besagte Chip. Wenn man diesem Chip anstatt der Systemeigenen 8MHz am CLK-Eingang 16MHz anbot und die Steprate des Floppy veränderte, wurde ein sauberes 1,44MB-Format erzeugt, welches ebenso wie das 720kb-Format von jedem PC gelesen werden konnte. Somit stand dem Datenaustausch technisch nichts im Wege.

Hier der wohl erste Laptop, den man auch wirklich unterwegs benutzen konnte. Im Gegensatz zur "Konkurrenz", verfügte er auch über alle Schnittstellen, die der Rechner zu Hause auch hat. Daher war er bei Musikern sehr begehrt, da er die wohl beste Midi-Lösung darstellte und wohl auch heute noch keinen Vergleich scheuen muß, was die Qualität der Signale und das Timing angeht.

Leider etwas eigestaubt und noch nicht wieder komplett zusammengesetzt, da einige Modifikationen noch nicht fertig geworden sind – aber der nächste Winter kommt bestimmt.

Hier nun mal eine Variante, die für Erweiterungen auch noch etwas Platz im Gehäuse hat und über eine abgesetzte Tastatur verfügt. Baugröße der Fest- und Wechselplattengehäuse war identisch, sodaß man sie schön übereinander türmen konnte.

Dieser hat im inneren eine 386er PC-Karte, ist auf 16MHz "aufgebohrt", hat ein HD-Floppy eingebaut und noch einen freien Systembus-Steckplatz, der z.B. für eine TrueColor-Grafikkarte, Monochrome Grafikkarte mit hoher Auflösung für Großbildschirme (ca. 1280 * 960 auf 19″) oder eine Netzwerkkarte genutzt werden könnte.

Für diese ATARIs gab es 2 Monitore. Ein RGB-Monitor und ein Monochrome-Monitor mit einer Auflösung von 640*400 (absolut flimmerfrei).

Wer etwas mehr Geld investieren konnte und wollte, der konnte sich einben NEC MultiSync 3DFG kaufen, dieser konnte mit einem passenden Umschalter dann alle Auflösungen darstellen. Als dann VGA durch SVGA ersetzt wurde, konnte man mit einem kleinen Adapter auch fast jeden PC-Monitor anschließen, er mußte eben nur die 71Hz verkraften, die der ATARI ausgab.

links der RGB-Monitor SC1224 und rechts der monochrome SM124, beide in 12″. Die Nachfolger waren dann schon 14″ groß, kamen aber beim Monochrom-Monitor nicht mehr an die Bildqualität des SM124 heran.

Es soll auch nicht verschwiegen werden, daß es Spiele für den ATARI gab, auch wenn er im Vergleich zum Amiga da eher ein Fall für die Tonne war. Die Bezeichnung "Spielcomputer" ist eher eine falsche Assoziation wegen der genialen Vergangenheit ATARIs in Sachen Konsolen und Spielhallenautomaten – bis auf wenige Ausnahem eher zum Vergessen. Es muß aber auch gesagt werden, daß Seitens ATARI nie ein Anspruch in diese Richtung bestand, weswegen der Amiga 500 letztendlich auch ein Produkt der Konkurrenz wurde und nicht von den ATARI-Entwicklern bei ATARI gebaut wurde.

Hier eine kleine Auswahl, leider in mieser Bildqualität. Sollte ich noch mal dazu kommen, mache ich ein neues Bild und tausche es aus, sofern ich noch etwas verändern kann.

Hier nun das Schlachtschiff der ATARI-Produkte – der ATARI TT030

Im Inneren dieser 32Bit-Maschine werkelt eine 68030 mit 32MHz und wird von einem CoPro 68882 unterstützt. Dieses Modell hat 4MB sogenanntes ST-Ram, was die Kompatibilität zu den Vorgängern garantiert und 16MB TT-Ram auch FastRam genannt, welcher direkt von der CPU genutzt wird. Der maximale Speicherausbau liegt bei 12MB ST-Ram (4MB onBoard + 8MB Erweiterungsplatine) und 256MB TT-Ram. Die TT-Ram-Karte mit diesem Speicherausbau war nicht von ATARI und nutzte PS2-Module. Dieser ATARI verfügte neben allen normalen ST-Schnittstellen (Rom-Port, Midi, Parallel, Seriell, externe Festplatte (ACSI – eigene ATARI-SCSI-Variante), externes Floppy, Monitor, Netzstecker) über 3 zusätzliche serielle Anschlüsse, einen echten SCSI-Anschluß (innen wie außen), einen Netzwerkanschluß(ähnlich Apple-Talk), einen VGA-Anschluß und einen VME-Slot für Erweuiterungskarten. Ein HD-Floppy war auch schon ab der 2. Serie Standard. Dieser gehört dazu und ich habe ihm eine 4,2 GB SCSI-Platte eingebaut. Warum? – Weil er sie erkennt und benutz, als wäre es das normalste auf der Welt. Ich werde sie wohl nie voll bekommen, aber was solls – wer hat, der hat… Da ich mit ihm meis ernsthafte Dinge tue, hat er einen 19″ EIZO Monitor zum vernünftig arbeiten. Man muß nicht viel scrollen und hat selbst auf kompletten A4-Seiten einen super Überblick. Die Umschaltbox unter dem Monitor dient zum wechseln der Signalart. Der ATARI gibt einmal ein normales, analoges VGA-Signal aus um 5 seiner Auflösungen darzustellen. Für die hohe Auflösung nutzt der TT030 digitale Signale (ECL). Der Eizo kann diese dann problemlos darstellen, da er beide Signalvarianten beherrscht.

  

Wie bei vielen Dingen war ATARI der Vorreiter, wenn es darum ging, neue Technologien auch dem Heimanwender zur Verfügung zu stellen. So auch bei den Laser-Druckern, wo dieser sich mit 6 Seiten/min und 600 dpi auch heute nicht verstecken muß. Im Gegensatz zu anderen Produkten, wo es meist am fehlenden Druckerspeicher scheiterte, ein vernünftiges Bilsd zu Papier zu bringen, ging man bei ATARI wieder mal einen anderen, eigenen Weg. Der Drucker wurde mit dem abgebildeten Adapter am Festplattenanschluß (ACSI) betrieben und nutzte als Druckerspeicher einfach das restliche freie Ram. Dank der kleinen Programmgrößen gab es davon meist noch ausreichend. Wenn ich meinen nicht voll ausgebauten TT mit 20MB nehme, dann waren da mindestens noch 16MB frei und das war eine unvorstellbare Menge an Druckerspeicher zu dieser Zeit.       

Die Drucker hab ich nicht rausgekramt, da ich 2 davon habe und jeweils eine andere Seite sichtbar war.

Hier mal ein paar Beispiele, was es so an ernsthafter Software für den ATARI gab

Hier nun noch ein Gerät, welches ich direkt am ATARI hatte. Mit ihm sind diverse technische Zeichnungen entstanden und mit einem modifizierten Stift (Mine und Einsatz wurden gegen die eines säurefesten Edding ausgetauscht) wurden Leiterplatten gezeichnet, die danach direkt ins Ätzbad konnten.

Es ist ein 8-Stift-Farbplotter – das Beste, was man wohl nach Roland für Geld kaufen konnte. Auf jeden Fall ein SUPER Support durch den Hersteller. Vor ca. 3 Jahren schickten die mir auf Anfrage KOSTENLOS!!! ein Firmwareupgrade zu. Hierzulande kann man sowas meist nicht einmal mehr als Datei runterladen, geschweige denn – kostenlos.

Das soll es vorerst einmal gewesen sein.


Viel Spaß

Lege dich nie mit einem Idioten an. Zuerst zieht er dich auf sein Niveau herunter und dann schlägt er dich mit all seiner Erfahrung.

13:28
15. Juni 2009


Sebastian

Hannover

Admin

Beiträge 33

Wow, beachtliche Sammlung… Hat viel Spaß gemacht, sich durch den Text zu wühlen… Vielen Dank! Cool

12:47
29. Juli 2009


Sebastian

Hannover

Admin

Beiträge 33

So, meine Sammlung ist in den letzten Wochen um ein Sega Master System II und einen Atari STF 1040 mit ST124 s/w Monitor gewachsen. Der STF ist für einen Amiganer ein recht interessantes Gerät. Etwas kryptisch zu bedienen, hat aber ein paar Features dem Amiga vorraus (Eingebautes Netzteil, etc.).


22:50
30. Dezember 2009


IRATA

Member

Beiträge 9

Hallo


Ich dachte mir mal so, ich schau noch mal im alten Jahr vorbei, ob sich schon ein paar Leute mehr eingefunden haben – scheint aber nicht so.

Sebastian schrieb:

So, meine Sammlung ist in den letzten Wochen um ein Sega Master System II und einen Atari STF 1040 mit ST124 s/w Monitor gewachsen.

Schön, einen neuen "Atarianer" zu kennen… aber der Monitor ist ein SM124 und nicht einfach nur ein s/w-Monitor. Es ist ein Monochrome-Monitor mit digitaler Bildaufbereitung und sagenhaften 71Hz Bildwiederholfrequenz. Wenn alles in Ordnung ist, hat man auf dem Bildschirm nicht das kleinste Flimmern und ein gestochen scharfes Bild.

Der STF ist für einen Amiganer ein recht interessantes Gerät. Etwas kryptisch zu bedienen, hat aber ein paar Features dem Amiga vorraus (Eingebautes Netzteil, etc.).

Nicht nur das eingebaute Netzteil, sondern das gesamte OS aus dem Ram, nichts mit Discjockey spielen um den grafischen Teil nachzuladen. Dank Rom-OS sozusagen unkaputtbar… Sound und Grafik sind dafür beim Amiga besser, zumindest bei der Grafik waren die Amiga-Programmierer besser im ausreizen der Möglichkeiten. Der Nachfolger (1040ST/E) hätte da dank Erweiterbarkeit des Rams mit SIMM-Modulen bis 4MB, Hardwarescrolling und Blitterchip vorbeiziehen können, aber Dank der Vernachlässigung durch Programmierer und Marketing war die bessere Hardware letztendlich trotzdem, zumindest optisch für die User unterlegen.



Letztendlich haben sich die ATARI's nur in gewissen Nischen festsetzen können:

1. MIDI (ab Falcon 030 auch Harddiskrecording bis 8Spur mit 49,1kHz)

2. Textverarbeitung

3. DTP (professionell mit dem TT030, da erheblich billiger als vergleichbare Mac-Maschinen)


Einen guten Rutsch und ein erfolgreiches Jahr 2010


Lege dich nie mit einem Idioten an. Zuerst zieht er dich auf sein Niveau herunter und dann schlägt er dich mit all seiner Erfahrung.

18:04
21. Januar 2010


David

Moderator

Beiträge 4

Beitrag 17:06 – 21. January 2010 bearbeitet von David
Beitrag 17:07 – 21. January 2010 bearbeitet von David


Sodela, endlich finde ich auch mal die Zeit, meine kleine Sammlung hier einzustellen,

Heimcomputer

* Commodore VC-20 mit Final Expansion Eigenbau Cartridge (512kb RAM – Speicherbelegung frei wählbar, 512kb Flash, SD Slot, Speicherschutz, Freezer und Resetbuttons)

* Commodore C-64 (1+2 – mehrfach vorhanden) mit 1541 Ultimate Ethernet Modul (32Mb RAM, Netzwerk, reale Floppyemulation, RAMdisk, Freezer, SD Slot ect.) und MMC Replay (SD Slot, Flash, Freezer, ect.) – dazu diverse Floppydrives 1541, 1541-II, 1571

* Commodore 128 (alle Modelle – 128, 128D, 128DCR)

* Commodore Amiga 500 (verschiedene Ausführungen, original OCS, ECS und diverse Speicherausbauten und Kickromversionen, sowie mehrere DD Diskdrives)

* Commodore Amiga 500plus, 68020er Turboboard, 10GB IDE Festplatte, DVD Brenner, 14Mb Speicher, davon 4 MB 32 Bit, optische Maus, Amiga OS 3.1

* Commodore Amiga 600 mit Speichererweiterung 2Mb und 250Mb Festplatte

* Commodore Amiga 1200 mit 68060er Blizzard Turbo, 52Mb RAM, CD-Laufwerk, 10GB Festplatte, Netzwerkkarte, optische Maus und Kickstart 3.1 mit Amiga OS 3.9 (ein Escom Ersatzgerät ist ebenfalls vorhanden – wenn auch mit Kick 3.0, welches aus dem Commorechner stammt)

* Commodore Amiga CD32 im Originalzustand

plus weiteres Zubehör wie Drucker, Action Replay Module, Cartridges, Joysticks und natürlich Originale auf Kassette und Diskette


Konsolen 

* Sony Playstation

* Sony Playstation 2

* Nintendo SNES

* Nintendo Gameboy Advance SP

* Nintendo DS

plus Originalsoft auf CD, Cartridge/Modul


weiteres

* Tomy Pac Man (leider mit einem Bruch im Display – suche schon seit längerem einen Ersatzplastikeinsatz)

* Tchibo Tele-Fever (irgendwo im Chaos verschollen)


Diese Liste wird mit Sicherheit noch weiter wachsen. Als nächstes würde ich gerne einen Ausflug ins Atarilager (ST/MEGA, ect.) wagen, habe bislang leider noch keine realistischen Angebote erhalten. Ansonsten bin ich immer auf der Suche nach günstigen Ersatzteilen um den "Fuhrpark" am Leben zu erhalten, sowie nach Modellen, die halt noch so fehlen. Die Rechner fristen keineswegs ein Leben in einer Vitrine, sondern sind beinahe täglich für diverse Projekte im Einsatz. (allerdings (noch) nicht so oft für die Spielerwitwen) ;-)

MfG, Dave




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