Alles Über Arx Fatalis

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Sie wachen auf. Es riecht vermodert. Als Sie sich umsehen bemerken Sie, dass Sie sich in einer Gefängniszelle befinden und eigentlich ziemlich wenig am Leib haben. Aber das stört Sie kaum, denn Ihr Zellennachbar bittet Sie sogleich, ihm beim Ausbrechen zu helfen, was Sie natürlich, nett wie Sie nun mal sind, auch tun. Als Sie endlich aus der Zelle sind, wird Ihnen bewusst, dass Sie sich an nichts erinnern können – nicht einmal Ihren eigenen Namen wissen Sie noch. Ihr Mithäftling springt auch hier ein und Sie erhalten einen Namen aus einer fremden Sprache, der soviel wie “Der, der keinen Namen hat” bedeutet.

So zeigt sich die Betaversion von Arx Fatalis. Wir haben ein Auge auf das Actionrollenspiel aus dem Hause Arcane geworfen, und waren zugegebenermaßen ziemlich beeindruckt. Arx Fatalis könnte man als 3D Variante von Diablo bezeichnen, aber dann wird man dem Spiel nicht gerecht, vereint es doch die Ideen vieler anderer Spiele. Beispielsweise erlernt der Spieler im Laufe des Spiels verschiedenste Zaubersprüche. Diese werden aber nicht, wie bei jedem anderen Spiel, einfach per Mausklick angewandt, sondern es muss, ähnlich wie bei Black & White, ein Symbol bzw. eine Reihe von Symbolen in die Luft gezeichnet werden um den Zauber auszulösen. In der uns vorliegenden Version war das zwar noch etwas hakelig, machte aber einen durchaus guten Eindruck.

Auch die angenehm interaktive Welt fiel sehr positiv auf, auch wenn der Level der Interaktivität nicht mit Deus Ex mithalten kann, so gibt es zumindest einige neue Ideen, die das Spiel beleben. Beispielsweise wird Lebensenergie durch Nahrung regeneriert, was ja eigentlich nichts Neues ist. Neu jedoch ist, dass der Held sich beharrlich weigert rohes Essen zu sich zu nehmen, und man sich erst einmal auf die Suche nach einer Feuerstelle begeben muss, um aus dem Sushi im Inventar etwas zu machen, das auch unser wählerischer Held bereitwillig verzehrt.

Das Vermöbeln von Gegnern wird oft durch nette Puzzleeinlagen unterbrochen, die sehr ausgleichend auf das Gameplay wirken, in der Beta jedoch nie unfair oder zu schwer wirkten.

Weniger gut sah es bei der Steuerung aus, die noch völlig unausgegoren war und es äußerst schwer machte das Spiel zu bedienen. Das Spiel war deswegen zum Teil kaum spielbar. Allerdings beteuerte Fishtank uns gegenüber, dass man die Problematik kenne und dass bis zum Release noch daran gefeilt werden wird – hoffentlich, denn sonst werden einige gute Ansätze durch die verkorkste Steuerung zunichte gemacht.

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