Retro-Tipp | Anschluss alter Konsolen an moderne Fernseher
Beim Surfen auf den einschlägigen Retro-Seiten ist mir aufgefallen, dass viele Probleme damit haben, ihre alten Konsolen an moderne Fernseher anzuschließen. Viele alte Konsolen, insbesondere der ersten und zweiten Generation (zum Beispiel Atari 2600 oder Pongkonsolen), verfügen nur über einen HF-Ausgang (Antennenstecker). Andere erlauben zwar den Anschluß der Konsole über ein AV- oder RGB-Kabel, man benötigt allerdings ein spezielles Kabel, dass heutzutage nur noch schwer oder gar nicht zu bekommen ist. Natürlich kann man sich mit etwas Geschick und Löterfahrung ein Kabel selber basteln, allerdings hilft das bei den älteren Konsolen nicht.
Wer den Lötkolben nicht scheut und ein wenig Erfahrung mit Elektrotechnik hat, kann die meisten Konsolen zwar umbauen, ein echter Sammler möchte aber die Konsolen lieber in unmodifiziertem Zustand haben. Wer ein Atari 2600 an einen neueren Fernseher anschließt, wird den Kanal vermutlich nicht finden, auf dem der Atari sendet, weil der Sendersuchlauf ständig drüberspringt. Dummerweise verfügen moderne Fernseher meist nicht mehr über eine Einstellung zum Finetuning der Sender und man ist ziehmlich aufgeschmissen. Erstaunlicher Weise scheint keiner auf die Lösung zu kommen, die ich schon seit Jahren praktiziere:

Jeder, der aus der Zeit von Atari 2600, C64 und co. kommt, sollte im Keller noch einen alten Videorekorder rumfliegen haben. Diese Wundergeräte haben die Eigenschaft, dass sie HF-Signale als Eingang nehmen und meist sogar über SCART an einen Fernseher angeschlossen werden können. Zudem beherrschen die meisten Videorekorder das Finetuning von Sendern, das moderneren Fernsehgeräten fehlt. Also einfach den Atari 2600, Pongkonsole, Intellivision, Colecovision oder sonstiges Problemkind an den Videorekorder anschließen und diesen an den Fernseher und alle Probleme sind passé.
Ähnliche Artikel:



Juli 17th, 2011 um 16:27
Muss der Videorekorder dazu eingeschaltet sein oder wird das Signal auch passiv durchgeschliffen?
Juli 18th, 2011 um 09:41
Der Videorekorder muss in der Tat eingeschaltet sein, da dieser quasi als Signalprozessor fungiert und das Antennensignal auf den Scart-Ausgang umleitet. Zudem muss man ja am Videorekorder auch den entsprechenden Kanal wählen (wie früher beim Aufnehmen einer Sendung nur ohne Aufnahme
) Durchgeschliffen werden beim Videorekorder im ausgeschaltetem Zustand nur jeweils die Signale von Scart auf Scart und von Antenne auf Antenne.
August 6th, 2011 um 20:32
Danke, guter Tip! Ich habe sogar noch meinen VHS Recorder angeschlossen. Von einigen Tapes kann ich mich einfach nicht trennen